Diese Woche sind die Blog-News sehr sportlastig.

 

DJW-Asa no Kai bei Eintracht Frankfurt

Am vergangenen Donnerstag habe ich an einem Networking-Event des Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreises (DJW)teilgenommen: Asa no Kai (Morgen-Meeting) im Eintracht-Museum in der Commerzbank-Arena in Frankfurt. Für mich als Sportfan natürlich ein spannender Termin. Bundesligist Eintracht Frankfurt ist ein Fördermitglied des DJW. Die Verbindungesn Vereins nach Japan sind vielfältig: Zwei Japaner (Makoto Hasebe und Daichi Kamada) stehen zur Zeit im Kaderund man streckt in Sachen Scouting, Fanmarketing und Trainerausbildung die Fühler nach Nippon aus.

Das Event war auf gut 30 Teilnehmer begrenzt, die aus verschiedenen Bereichen des deutsch-japanischen Wirtschafts- und Kulturdialoges kamen. So haben sich sehr interessante Gespräche ergeben. Den Keynote-Vortrag hielt Prof. Dr. Stephan Wassong von der Sporthochschule in Köln. Thema war die zunehmende Kommerzialisierung der Olympischen Spiele. Der Sporthistoriker Wassong beschrieb das Geschäftsmodell des IOC, das entwickelt wurde, nachdem die Olympischen Spiele um 1980 herum vor dem wirtschaftlichen Aus standen: Rote Zahlen und Boykotte prägten das Bild. Durch die Alleinvermarktung von TV- und Werberechten hat sich das IOC saniert. Bei allen honorigen Verwendungen der Einnahmen (sportliche Entwicklungshilfe, Bildungsmaßnahmen) bleibt doch der besorgte Blick auf Korruption. Umweltprobleme und Wirtschaftsdesaster an den Austragungsorten. Als Sportfan, der sich die Events gerne in aller Ausführlichkeit im Fernsehen anschaut, bin ich da auch im Zwiespalt.

Als Präsent für die Teilnehmer gab es einen Eintracht-Schal. Nicht ganz meine Fan-Farben… (Ich stehe einem Bundesligaverein aus Norddeutschland nahe, der gerade nicht so gut dasteht.)

 

 

#SportinJapan: Baseball Japan Series, Endspurt um die Fussball-Meisterschaft

Wie steht es in der japanischen Baseball-Meisterschaft, der Japan Series? Nach vier Spielen (Modus Best of seven) steht es 3-1 für die Fukuoka Softbank Hawks gegen die Yokohama DeNa Baystars.

Die beiden Finalisten kurz vorgestellt:

Aus der Pacific League kommen die Fukuoka Softbank Hawks. Heimat ist die Großstadt Fukuoka im Norden der Insel Kyushu. Fast alle Teams der Profi-Baseball-League tragen den Namen des aktuellen Eigners in der Teambezeichnung. Im Falle von Fukuoka ist es seit 2005 der Telekommunikations- und Internetdienstleister Softbank. Geründet wurden die „Falken“ in den 1930er Jahren; damals war der Standort noch Osaka. Mit dem Eigentümerwechsel zur Supermarktkette Daiei zog das Team nach Fukuoka um. Daiei geriet 2005 in finanzielle Schwierigkeiten und musste das Baseball-Team abgeben. Seitdem firmieren die Falken als Fukuoka Softbank Hawks. Seit Beginn der japanischen Profi-Baseball-Liga hat das Team insgesamt neunmal den Titel geholt, zuletzt 2015.

Finalgegner sind die Yokohama DeNa Baystars aus der Central League. Auch hier ist der Eigentümer ein IT-Unternehmen, DeNa, das sich auf Mobile Games und Online-Shopping spezialisiert hat. Der Verein wurde 1950 gegründet, war immer schon in Yokohama ansässig. Seit 2012 ist DeNa Eigner. Die letzte Meisterschaft liegt 19 Jahre zurück.

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Drei Spieltage vor Schluß ist die Meisterschaft in der J-League noch nicht entschieden. Titelverteidiger Kashima Antlers liegt nach einem 2-1 Auswärtssieg in Sapporo vier Punkte vor Kawasaki Frontale. Die Antlers haben ein etwas schwierigeres Restprogramm. Serienmeister Urawa  Reds ist diese Saison nur im Mittelfeld unterwegs. Immerhin stehen sie im Finale der asiatischen Champions League. Lukas Podolskis Team Vissel Kobe wird die Serie auf einem Mittelfeldplatz ohne Chance auf das internationale Geschäft beenden.

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