Im vorigen Beitrag habe ich über Reisemitbringsel und Präsente in Japan berichtet. Was kann man aus Deutschland / Europa als kleine Aufmerksamkeit mitnehmen?

 

Hier einige grundsätzliche Tipps:

  • Lokaltypisches: „Made in Germany“ hat auch in Japan einen guten Ruf.
  • Leicht (an die Gewichtsbegrenzung beim Fluggepäck denken!): z.B. Kunsthandwerk aus Holz, Untersetzer mit „deutschen“ Motiven, Kühlschrankmagnete, Schlüsselanhänger, Lederwaren „made in Germany“.
  • Teilbar (wenn das Präsent an ein Team gehen soll, beispielsweise das Office-Team Ihrer japanischen Niederlassung oder ihres Geschäftspartners)
  • Hierarchie beachten: Für den Firmenpräsidenten sollte es schon etwas Wertigeres sein als für dessen Mitarbeiter.
  • Naturalien kommen immer gut an, hierbei an die klimatischen Bedingungen denken. Im Sommer und Herbst ist es in Japan deutlich wärmer als bei uns. Schokolade mutiert dann schnell zu Schokoladensoße und scheidet als Mitbringsel aus. Alternative: gutes Gebäck vom Konditor, bitte bruchsicher transportieren! „Gummi“, d.h. Gummibärchen und Ähnliches ist vor allem bei Jüngeren als deutsche Spezialität willkommen.
  • Wichtig ist die Verpackung: Sie sollte den Wert des Geschenkes unterstreichen und unbeschädigt sein. Beim Verstauen im Reisegepäck darauf achten oder Verpackungsmaterial und Präsent getrennt packen und erst vor Ort in Japan zusammenführen.
  • Etwas Persönliches wird geschätzt, wenn Sie Ihr Gegenüber schon etwas besser kennen: Für den Musikfreund beispielsweise Klassik-CDs namhafter Interpreten oder ein Bildband über Burgen für jemanden, der sich für Historisches interessiert. Ideal ist es, wenn Sie hochwertige Geschenkartikel mit Ihrem (dezenten!) Firmenlogo haben.
  • Traditionell gilt es als Zeichen von mangelnder Selbstbeherrschung, das erhaltene Geschenk sofort auszupacken. Wundern Sie sich also nicht, wenn der Beschenkte es mit einem freundlichen Dankeschön unausgepackt zur Seite legt und nicht weiter beachtet. Heute ist es aber oft so, dass gefragt wird, ob das Geschenk ausgepackt werden darf und sich daraus dann ein Anknüpfungspunkt für Small-Talk ergibt.

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One comment on “Omiyage, Folge 2: Tipps für Japan-Geschenke

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