Diese Woche findet in Düsseldorf die Interpack statt, die Leitmesse für die Verpackungsbranche. Knapp 175.000 Besucher fanden bei der letzten Auflage den Weg nach Düsseldorf. Dieses Jahr stellen etwa 2.700 Aussteller die neuesten Trends rund um Verpackungsmaterial und -Technologie vor.

 

Dinge optisch ansprechend und sicher zu verpacken ist ein wichtiges Thema in Japan. Man kann sogar von einer „Verpackungskultur“ sprechen. Für das tägliche und das geschäftliche Miteinander ist beispielsweise der regelmäßige Austausch von Geschenken essentiell. Diese müssen selbstverständlich ansprechend eingepackt sein. Auch im „Tagesgeschäft“ ist eine ordentliche Verpackung wichtig. So haben schon mehrere ausländische Hersteller verwundert festgestellt, dass eine Lieferungsannahme von japanischen Kunden aufgrund einer leichten Beschädigung der Umverpackung abgelehnt wurde. Das Maschinenteil oder das Porzellan darin waren vollkommen intakt, dennoch wurde das Ganze als „schadhaft“ angesehen.

 

Gebäckröllchen, einzeln verpackt in Plastik, geschützt mit Luftpolsterfolie und Wellpappe, Umverpackung aus Metall

Hier ein Beispiel für die japanische Herangehensweise an das Thema Verpackung: Hochwertige Süßigkeiten sind ein beliebtes Präsent. Jedes einzelne Gebäckröllchen ist einzeln in Plastik verpackt. Die Röllchen wiederum sind von mehreren Lagen Luftpolsterfolie sowie von Wellpappe umgeben in der metallenen Schachtel gelagert. Waren „für den Hausgebrauch“ sind schlichter verpackt.

 

Auf der Interpack sind 30 Hersteller aus Japan vertreten. Bekannte Namen sind beispielsweise Asahi Kasei oder Toppan Printing.

 

Japanische Hersteller produzierten im Jahr 2015 Verpackungsmaterial im Wert von 5.788 Milliarden Yen (ca. 47 Mrd Euro). Gegenüber dem Jahr davor ist eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Der auf Verpackung spezialisierte Maschinenbau in Japan konnte ebenfalls eine Produktionssteigerung vermelden. Der Produktionswert betrug im Jahr 2015 465 Milliarden Yen (ca. 3,7 Mrd. Euro).

 

Den größten Anteil machen Verpackungen aus Papier und Plastik mit über 70% Marktanteil aus. Die Bedeutung von Plastikmaterialien ist dabei in den letzten Jahren gestiegen, während der Anteil anderer Materialien sinkt. Ebenso wie in Europa ist die Umweltverträglichkeit ein wichtiges Thema.

 

+++

 

Sie stellen ein innovatives Verpackungsprodukt her und interessieren sich für den japanischen Markt? Sie planen nach Japan zu exportieren und fragen sich, wie Sie Ihr Produkt so verpacken, daß es Ihre Kunden dort anspricht und Verpackung und Auszeichnung gleichzeitig den gesetzlichen Vorschriften entsprechen? Sprechen Sie mich an: info@bromann-japanconsulting.de

One comment on “Interpack in Düsseldorf – Japan ist ein interessanter Verpackungsmarkt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.